Erfahrung seit 1983
Die
Schmerzklinik ist
nach § 40 SGB V von allen
gesetzlichen Krankenkassen als
Rehabilitationseinrichtung anerkannt und auch beihilfefähig (OPS 8-918).
Wir informieren über
Gesäßschmerzen, (Glutäalschmerzen
bzw. Glutealschmerzen)
Gesäßschmerzen können auch durch myofasz iale
Triggerpunkte (= schmerzhafte
Reizpunkte im Bereich von Muske ln und deren Bindegewebsumhüllung) im
M. glutaeus medius (= mittlerer
Gesäßmuskel) hervorgerufen werden.
Manchmal strahlen die Schmerzen ins Be in aus und können
Ischiasbeschwerden
vortäuschen.
Zur Behandlung eignet sich die therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika)
in Form von wiederholten Infiltrationen der
auffälligen Triggerpunkte mit einem
örtlichen Betäubungsmittel.
Meist werden Gesäßschmerzen durch Prellungen bzw. Verletzungen, so z.B. Sturz auf das Ge säß oder auch eine unsachgemäße intragluteale Injektion (= Spritze ins Gesä ß) verursacht.
Dabei kommt es zu einem
Piriformis-Syndrom, eine Neuralgie
des Nervus gluteus inferior*.
Störungen treten meist im Bereich des Musculus piri formis
(deshalb die Bezeichnung "Piriformissyndrom") auf und
können zu Schmerzen im Glutealbereich
Die Unterscheidung zwischen Gesäßschmerzen aufgrund eines Piri formis-Syndroms und einer gesäßbetonten Ischialgie kann schwierig sein. In der Regel sind allerdings bei einem Piri formis-Syndrom die Valleix`schen Druckpunkte (= Nervendruckpunkte des Is chias) nicht empfindlich.
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Das Bild zeigt deutlich die räumliche Nähe des Muskels zum
Ischiasnerv.
Die Unterscheidung zwischen einem Muskulus
piriformis-Syndrom und einer
Ischialgie bzw. einem
Ischiasschmerz
kann deshalb schwierig sein. |
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Bei betont neuralgiformen, paroxysmalen
(= anfallsartig auftretender) Gesäßschmerzen kann zur Therapie Carbamazepin (= eigentlich ein Mittel gegen die Fallsucht, aber u.a. auch bei Gesäßschmerzen hilfreich) oder Gabapentin bzw. Pregabalin, evtl. auch in Kombination mit Baclofen, versucht werden. Manchmal ist auch Versuch mit Keltican® lohnend.Hilfreich sind bei Gesäßschmerzen auch wiederholte flächenhafte Infiltrationen mit Lokalanästhetika
(= örtliche Betäubungsmittel) im Schmerzbereich. Eine punktuelle Blockade (= Betäubung) des Nervus gluteus inferior ist wegen der überdeckenden Muskelmassen schwierig. Da der Nerv dem Plexus sacralis (L5-S1) (= Nervengeflecht aus dem Kr euzbein) entspringt, können auch wiederholte Sak ralblockaden versucht werden.* Der Nerv gluteus inferior ist ein sog. gemischter Nerv, d.h. er führt einerseits Nervenfasern die der Empfindung (Sensibilität) aus der Hüftgelenkkapsel dienen, andererseits aber auch Fasern, die den großen Gesäßmuskel zur Tätigkeit (Motorik) anregen.
**Methodenbeschreibung
Kontinuierliche Blockade des Ischiasnervs mit Katheter in der retrograd hohen Variante: Dabei wird von der Oberschenkelrückseite her, ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) durch eine Kanüle hindurch in die Nervenscheide (= Gewebsumhüllung eines Ner ven) des Ischias eingepflanzt und innerhalb derselben noch weiter nach oben vorgeschoben. In der Folge wird über diesen Katheter über 10-14 Tage mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. Während den Katheterfüllungen wird der Oberschen kel unterhalb der Einstichstelle mit einer Manschette abgestaut. Das örtliche Betäubungsmittel kann sich auf diese Weise innerhalb der Nervenscheide nur nach oben ausbreiten und so dann auch den Gesäßbereich, bzw. die Ner venwurzeln am Kreuzbein erreichen und dort ebenso lindernd wirken.
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Aktualisiert: >22.11..2008</> kusb&
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